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Samstag, 7. November 2015

Berlin in Bildern: Das sowjetische Ehrenmal in Berlin-Treptow


Das größte Denkmal für die im 2. Weltkrieg – dem Großen Vaterländischen Krieg – Gefallenen der Roten Armee außerhalb der ehemaligen Sowjetunion steht im Treptower Park in Berlin. 
 

Zur Gestaltung des Ehrenmals wurde von der sowjetischen Kommandantur seinerzeit ein Wettbewerb ausgelobt. Der Beitrag von einem sowjetischen Schöpferkollektiv setzte sich durch. Diesem gehörten der Architekt Jakow S. Belopolski, der Bildhauer Jewgeni W. Wutschetitsch, der Maler Alexander A. Gorpenko und die Ingenieurin Sarra S. Walerius an. Ab Juni 1947 wurde das Projekt in die Tat umgesetzt und am 08. Mai 1949 fand die Einweihung statt. Der Architekt Belopolski schreibt 1950, in Памятник воинам Советской Армии павшим в боях с фашизмом: сооружен в Берлине, dass etwa vierzig Entwürfe, von ungefähr fünfzig Bildhauern und Architekten eingereicht wurden, darunter auch Deutsche. Die starke und überzeugende inhaltliche Aussagekraft, die räumlich großzügig gegliederte Komposition sowie eine äußerst gelungene organische Verbindung von Architektur, Skulptur und landschaftlichen Gegebenheiten sollen dabei das bestätigte Projekt ausgezeichnet haben. Die Bauleitung des Komplexes oblag der Verwaltung für Verteidigungsbauten der sowjetischen Streitkräfte, die einen Sonderstab für Gedenkstättenbau bildete. Dessen Führung und damit die unmittelbare Bauleitung übernahm der Ingenieur Grigori L. Krawzow, abgelöst im Mai 1948 durch W. G. Dubrowski. Als Konsultant für ideologische Fragen wurde der Politoffizier Ivan Paderin eingesetzt, dem sämtliche Texte des Ehrenmals zugeschrieben werden. Die Urheberschaft der Texte ist indessen nicht vollständig geklärt. Belopolski und Wutschetitsch beanspruchten ihrerseits, die Zeilen als Nachdichtungen erfasst zu haben.
Aus Unterlagen und Lageplänen geht hervor, dass über 5000 Gefallene hier bestattet sind. Der Tod des einzelnen Soldaten tritt bei der Inszenierung dieses Ensembles allerdings in den Hintergrund.
Die Architekten und Künstler fanden für das, was sie ausdrücken wollten, keine Vorbilder oder Ausgangsideen in anderen Monumenten, wie der Bildhauer Jewgeni Wiktorowitsch Wutschetitsch ausführt, in seinem Buch Художник и жизнь (Moskau 1963). Der hergebrachte Begriff des Denkmals sollte neu definiert werden – auf eine höhere Stufe transferiert werden. So beschlossen sie, dass sie neue Wege beschreiten müssen und nahmen dabei Anleihen am Klassizismus nach Carlo Rossi, dem Gestalter großer Teile des Stadtkerns Sankt Peterburgs. Diese wurden verschmolzen mit einem requiemartigen Charakter, indem der Kurgan, als Inbegriff des traditionellen Rückgriffs auf die Geschichte der eigenen Heimat, durch die Schöpfer der Anlage als Form genutzt wurde. Es handelt sich beim Kurgan um das historische Motiv eines Hünengrabes von asiatischen Steppenvölkern im Altertum. In der sowjetischen Erinnerungskultur sollte sich, von Treptow ausgehend, gerade der Kurgan zu einem zentralen Denkmalmotiv entwickeln. Die Arbeit beherrschte, nach Aussage des Bildhauers Wutschetitsch, der Gedanke,
dass sich das künftige Monument im Zentrum Europas erheben wird, dass die Menschen aller Länder der Welt darauf blicken und dass sie es unzweifelhaft als Beispiel sowjetischer Kunst betrachten werden.
Sie vermieden alles Pompöse und Künstliche, die Soldaten und Kommandeure sollten so dargestellt werden, wie sie wirklich waren: einfache, dem Volke verbundene Menschen. Es sollte über das Gefühl tiefer Trauer das Bewusstsein vom Triumph des Lebens dominieren. Es fällt auf, dass – trotz der Inszenierung des Sieges – in keinem Detail der gesamten Anlage der besiegte Feind dargestellt wird. Keine sich ergebenden deutschen Soldaten, Offiziere oder gefangene deutsche Generale; keine Kolonnen verhungerter, ausgedörrter Gestalten, die einst den Stolz des deutschen Militarismus darstellen sollten; keine auf die sowjetischen Straßen geschmetterten deutschen Feldzeichen – der Triumph über den Feind tritt hinter die Sache des Sieges. Nicht als Inszenierung der Erinnerung, in Form eines Krieger- oder Heldendenkmals, sondern als Siegesmonument – Der Sowjetsoldat als Träger der Zukunft.
Die Anlage wird beidseitig von Magistralen begrenzt, der Puschkinallee und der Straße Am Treptower Park. Dabei ist die Anlage umsäumt von mächtigen alten Platanen und somit abgegrenzt von der Umgebung. Mit Worten von Wutschetitsch:
...läßt man das Großstadtleben hinter sich und steht völlig unter dem Eindruck des Ehrenmals...
Zur Anlage selbst führt Wutschetitsch, in musikalischen Metaphern, aus:
Die Komposition des Ensembles, seine einzelnen räumlichen Komplexe, alle künstlerischen Ausdrucksmittel tragen dazu bei, dass die Trauerakkorde, die den Besucher empfangen, immer stärker anschwellen und sich zu einer Hymne vom Triumph des Lebens steigern.
Man kann die Anlage nur durch eines der beiden mächtigen Zugangsportale betreten oder verlassen, die als Rundbögen ausgeführt sind und auf denen, wie bei allen Texten des Ensembles zweisprachig ausgeführt, die Worte zu lesen sind:
Ewiger Ruhm den Helden, die für die Freiheit und Unabhängigkeit der sozialistischen Heimat gefallen sind.

 
Die Skulptur Mutter Heimat ist 2,5 m hoch und wurde aus einem 50 t Block hellgrauen Granits herausgemeißelt. Sie ruht auf einem Sockel aus rotem polierten Granit. Dargestellt wird eine ältere Frau, in einfacher Kleidung, die linke Hand an die Brust gedrückt, hält das Ende eines Umschlagtuches, während die rechte Hand auf eine Bank gestützt ist. Das Antlitz der Mutter zeigt tiefe Trauer. Der Eindruck der Trauer wird noch durch die im Halbrund hinter der Skulptur angeordneten Hängebirken verstärkt. Dennoch zeigt die Skulptur in ihrer Trauer eine Würde, deren Eindruck noch durch die, einer Krone gleich, geflochtenen Haare unterstrichen wird. 


Wutschetitsch:
Diese Statue soll nach unserer Vorstellung die tiefe Trauer des Sowjetvolkes um seine besten Söhne ausdrücken. Zugleich soll sie Sinnbild sein für das edle Ziel und die Rechtmäßigkeit ihres Kampfes gegen die Kräfte des Imperialismus und für die Freiheit der Völker. […]
Wir bemühten uns, im geneigten Haupt, in dem edlen, einfachen Antlitz, in den knappen, strengen Falten der Kleidung ihren Kummer und zugleich das Bewusstsein von der Größe des Todes ihrer Söhne für hohe Ideale, für den Sieg des Lebens über den Tod zum Ausdruck zu bringen. Wir waren der Überzeugung, dass die Echtheit des in dieser Figur dargestellten Gefühls sie jedem, der dorthin kommt, um die gefallenen Helden zu ehren, besonders nahe bringen wird.
Von der Skulptur Mutter Heimat führt eine Allee, an den Seiten eingefasst von grünen Böschungen, Einfassungen der Rasenflächen und vier Reihen Pappeln. Diese Allee gewinnt auf 100 Meter 3,5 Meter an Höhe. Durch diese Steigung verlangsamt sich der Schritt und der Besucher schreitet dem Haupteingang zum Ehrenhain zu. Dieser Haupteingang wird gebildet durch zwei gewaltige, stilisierte und gesenkte Fahnen aus rotem polierten Granit, mit 14 m Höhe und 25 m Breite.


Die Fahnen weisen strenge und schwere vertikale Falten auf, die ihre Feierlichkeit unterstreichen. Auf den Fahnen befinden sich eingemeißelte Inschriften, mit dem Wortlaut:
Ewiger Ruhm den Kämpfern der Sowjetarmee, die ihr Leben hingegeben haben im Kampf für die Befreiung der Menschheit von faschistischer Knechtschaft.
Vor diesen Fahnen sind jeweils eine in Bronze gegossene 40 t Skulptur eines Soldaten dargestellt, der in Trauer kniend verharrt, den Helm abgenommen und die Waffe auf den Boden gestützt. Diese Skulpturen sollen die verschiedenen Generationen von Soldaten symbolisieren, die am Kampf teilgenommen haben, denn links kniet ein älterer erfahrener Gardist und rechts ein junger Soldat. Diese Beiden stellen die generationsübergreifenden Kampfgenossen der Gefallenen dar, die diesen die letzte Ehre erweisen. Dazu führt Wutschetitsch aus:
Nach unserer Vorstellung sollten die knienden Rotarmisten mit den gesenkten Fahnen ein kompositorisches Ganzes bilden, welches das starke Gefühl der Trauer, der Liebe, männlicher Strenge und erhabener Feierlichkeit beim Gedenken an die Gefallenen zum Ausdruck bringt.



Durch dieses gewaltige Portal des Haupteinganges gelangt man auf die obere Terrasse, auf welcher sich unerwartet der Blick auf das zentrale Parterre eröffnet und die zu beiden Seiten aufgereihten steinernen Sarkophage sowie dem Hauptmonument. Symmetrische Treppenanlagen seitlich der Hauptterrasse, steigern die Dramatik des Abstiegs, nachdem der Besucher zum Verweilen und Überblicken aufgefordert war.


Im Zentrum des Parterres befinden sich auf der Hauptachse fünf mit Gras und kleinen Hecken begrünte symbolische Gräberfelder, in welchen quadratische Granitplatten mit je einem Lorbeerkranz in der Mitte ruhen. Die Felder sind von einem malerischen Mosaikteppich aus Naturstein umgeben, auf welchem Lorbeerzweige auf rotem Untergrund dargestellt werden. Der rote Untergrund harmoniert dabei mit dem Rot der Fahnenpylonen. Auf beiden Seiten des Parterres verlaufen Alleen. Sie sind mit gebrochenen Granitplatten gepflastert.
Von den Fahnen bis zum Kurgan beiderseits des Parterres sind jeweils acht Sarkophage angeordnet. Die sich jeweils gegenüberliegenden zwei Sarkophage stellen das gleiche dar. Die Sarkophage sind 3,5 m hoch und fast 5 m lang und bestehen aus weißem Jurakalk. Sie ruhen auf Granitsockeln und erheben sich dadurch etwas über das Niveau der Alleen. An den Stirnseiten der Sarkophage, dem Zentrum des Ehrenhains zugewandt, sind auf der linken Reihe in russischer, auf der rechten in deutscher Sprache Worte J. W. Stalins eingemeißelt. Auf ihren Seitenflächen, gut sichtbar auch aus größerer Entfernung, sind Reliefs angebracht, die auf künstlerische Weise den Inhalt der Texte wiedergeben. Jedes Relief hat eine Fläche von 12 m². Die Darstellungen sind frei und ohne Umrandung ausgemeißelt. Die maximale Tiefe der einzelnen plastischen Elemente in den Reliefs beträgt bis zu 10 cm. Zu den Sarkophagen schreibt Wutschetitsch:
Um die gewaltige historische Rolle der Sowjetarmee bei der Befreiung der Menschheit von der drohenden Gefahr der Versklavung durch den Faschismus zu verdeutlichen und unsere Armee als eine Armee neuen Typs, als Befreiungsarmee, als Armee des Friedens, des Fortschritts und des Humanismus zu zeigen, bemühten wir uns, den Verlauf des Vaterländischen Krieges in konkreten Episoden darzustellen.
Der Hauptpunkt der Anlage, dem alle Gestaltungselemente als Dekoration zu dienen scheinen, ist die Kolossalstatue des Befreierkriegers (Во́ин-освободи́тель). Ein Amphitheater und Baumpflanzungen dienen ihr als Hintergrund. Wutschetitsch schreibt dazu:
Das gesamte Ensemble wird gekrönt von der Komposition des Hauptmonuments, das aus dem Kurgan, dem Sockel und der 13 Meter hohen Figur des Soldaten besteht. Der Sowjetsoldat hält in der rechten Hand ein Schwert, mit dem er das faschistische Hakenkreuz zerschlagen hat. Auf dem linken Arm trägt er ein Kind - Symbol der Befreiung der Menschheit von der Gefahr faschistischer Versklavung, Sinnbild der lichten Zukunft freier Völker.
Als ein eigentümliches Element sticht hier zunächst der Kurgan heraus, mit einem Durchmesser von 62 m, auf dessen Spitze in 9,5 m Höhe sich der Sockel der Figur befindet. Der Kurgan stellt eine künstliche Anschüttung dar, die ein aufwendiges Fundament verbirgt und eine Krypta aus Stahlbeton, in der 200 Gefallene bestattet sind.
Über eine Treppenanlage, deren Wangen zur Ablage von Blumen und Kränzen abgestuft wurden, ist ein Mausoleum erreichbar. Der Rundbau, der aus zwei aufeinander stehenden Kegelstümpfen gebildet wird, dient der Skulptur als Postament, welches mit weißem Kalkstein verkleidet und durch Reliefbänder verziert ist. Die gesamte Höhe des Hauptmonuments beträgt 30 m.
Zur Figur des Soldaten führt Wutschetitsch aus:
Die Skulptur des sowjetischen Befreierkriegers bringt die Idee der großen internationalen Befreiungsmission der Sowjetarmee im Kampf gegen den Faschismus zum Ausdruck. Diese Skulptur bildet das ideell-kompositorische Zentrum des gesamten Ensembles. Deshalb ist ihr der Platz zugewiesen, von dem aus sie den gesamten Ehrenhain dominiert und sich alle Elemente der räumlichen Komposition unterordnet.
Vom Kurgan aus eröffnet sich das Panorama des gesamten Ehrenmals, mit dem Blick auf die gesenkten Fahnen am Eingang und auf die sich zwischen ihnen im Hintergrund abzeichnende Mutter Heimat.


Die skulpturalen Pflanzendarstellungen und die Bepflanzung haben, über ihre ästhetischen Qualitäten hinaus, einen ausdrücklichen symbolischen Gehalt. In der Reliefkunst der Triumphbögen, im Mosaik und den bronzenen Kränzen des Parterres findet sich Lorbeerlaub als historisches Zeichen des Sieges. Auf ähnliche Weise kommt Eichenlaub an den Triumphbögen und Bronzekränzen zur Darstellung, das traditionell als Symbol der Unsterblichkeit und Dauerhaftigkeit gedeutet wird. Von besonderer Bedeutung als Natursymbole sind zwei Birken am unteren Parterre, deren Pflanzflächen aus der Plattenfläche herausgehoben sind. Die Birken wurden eigens aus dem Gebiet von Smolensk herangeschafft und während der Bauarbeiten als Großbäume eingepflanzt. Sie sollen als pflanzliche Denkmale die sowjetische Heimat in der Anlage versinnbildlichen, genau wie die sibirischen Nadelbäume hinter dem Kurgan. Trauerbirken werden als Metaphern der Trauer verstanden, während Pyramidenpappeln mit militärischen Attributen gleichgesetzt werden.
Der dargestellte Erlebnisweg bestimmte auch Massenveranstaltungen erheblich. Die Triumphbögen markieren den Eintritt in den äußeren, die Pylone, ganz nach ihrer Bedeutung im Altertum, den Eintritt in den inneren Weihebezirk. Der Durchschreitende betritt jeweils eine andere, vom Alltagsleben distanzierte Welt. Besondere Bedeutung wurde in diesem Zusammenhang der Gestaltung der Wege beigemessen. Der Weg verläuft im ersten Teil eben, er erfährt durch den Anstieg im zweiten Komplex eine vorbereitende Dramatisierung – birgt die Aufforderung zur Prozession, der siegreichen Hauptfigur entgegen. Die Statue des Befreierkriegers, nicht zufällig in südöstlicher Richtung platziert, setzt sich als dunkle Silhouette vor dem Hintergrund des Himmels ab.
In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion ist die Aussage des Ensembles – als sowjetisches Ehrenmal – immer noch lebendig: Der Sieg über die faschistische Barbarei zur Befreiung der Völker, die von ihr be- und überfallen wurden. Man empfindet den Befreierkrieger als einen Bruder, der in fremden Gefilden auf Wache steht, zusammen mit seinen gefallenen Kameraden, die in fremder Erde ruhen.
Das Ehrenmal wird dann über die Seitenalleen, vorbei an den Fahnenpylonen und der Mutter Heimat , durch einen der Torbögen verlassen, auf deren Innenseite die Worte stehen:
Eure großen Heldentaten sind unsterblich. Euer Ruhm wird Jahrhunderte überleben. Die Heimat wird Euch stets in Erinnerung behalten.
Dahinter erwartet den Besucher dann wieder das Großstadtleben, in welches er eintaucht, als würde er von einer Reise, weit entfernt davon, zurückkommen.


Die sowjetischen Ehrenmale in Berlin sind für die Deutschen ein schwieriges Erbe ihrer eigenen Geschichte, aber sie gehören längst zum Denkmalbestand Berlins. Grundlage für den langfristigen Erhalt ist neben dem Berliner Denkmalschutzgesetz vom 7. Mai 1995, das Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft von 1965 und der Deutsch-Sowjetische Nachbarschaftsvertrag vom 9. November 1990 sowie das Abkommen vom 16. Dezember 1992 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Russischen Föderation über Kriegsgräberfürsorge.

Wenn Sie mehr erfahren wollen, unter anderem zur Entstehungsgeschichte, können Sie gerne hier weiter lesen:

Quellen

Bilder: Andreas Schwarz 2015

Belopolski, J.B.: Памятник воинам Советской Армии павшим в боях с фашизмом: сооружен в Берлине. Moskau 1950.

Biedermann, H.: Lexikon der Symbole. München 1989.

Büttner,H./ Matz, U. [Red.]: Das Treptower Ehrenmal. Geschichte und Gegenwart des Ehrenmals für die gefallenen sowjetischen Helden in Berlin. Berlin 1987.

Fibich, P.: Der Triumph des Sieges über den Tod. In: Die Gartenkunst 8 H. 1. Worms 1996.

Krosigk, K. von: Russische Friedhöfe und Sowjetische Ehrenmale als Gartendenkmale – ein gemeinsames grünes Erbe? In: Barański, M. / Schäfer, B. [Red.]: Von Moskau lernen?: Architektur und Städtebau des Sozialistischen Realismus; eine Dokumentation = Uczyć się od Moskwy? Berlin 2012.

Wutschetitsch, J.W.: Памятник геройам войнам In: Художник и жизнь. Moskau 1963.


Montag, 23. Februar 2015

Douglas Albert Munro - Der Lebensretter von Guadalcanal

Dramatische Szenen spielten sich ab, am 27. September 1942, als drei Kompanien der Marines, unter schwerem feindlichen Feuer, vom Strand von Guadalcanal evakuiert wurden. Eines der Landungsboote lief auf eine Sandbank und musste heruntergezogen werden. Immer wieder schweres japanisches Feuer vom Strand. Die Leitung über die Landungsboote übernahm freiwillig der junge Signal Man First Class Douglas A. Munro. Er sicherte die Evakuierung, indem er sein Boot zwischen den Feind und die Landungsboote brachte und Feuerschutz gab. 500 Marines konnten erfolgreich evakuiert werden, inklusive 25 Verwundeter. Nur der junge Mann, dem alle ihre Rettung verdankten, Douglas A. Munro, hat die Aktion nicht überlebt. Seine letzten Worte waren: „Haben wir sie alle herausbekommen?“

 Bild: Lakota Press


Im Zuge des Feldzuges um Guadalcanal wurden am 25. September 1942 drei Kompanien der 7th Marines von einer Übermacht japanischer Streintkräfte eingeschlossen, am Fluß Matanikau. Der Kommandeur der Marines, Lt.. Col. „Chesty“ Puller, forderte daraufhin Feuerunterstützung vom Zerstörer USS Monnsen an. Eine Gruppe von Landungsbooten evakuierte die Marines vom Strand, unter schwerem japanischen Feuer. Die Leitung über die Landungsboote hatte der 22 jährige Signal Man First Class Munro, welcher Feuerschutz für die Evakuierungsmaßnahme gab und dabei tödlich verletzt wurde. Nur durch seinen Mut konnten 500 Marines, unter ihnen 25 Verletzte, gerettet werden. Er ist der bisher einzige Angehörige der U.S. Coast Guard, der die höchste us-amerikanische Auszeichnung, die „Medal of Honor“, erhielt. Wer war dieser junge Mann?

Douglas Albert Munro aus Cle Elum

Am 1. Oktober 1919 wurde Douglas Albert Munro geboren, in Vancouver, British Columbia, in Kanada. Obwohl in Kanada geboren, galt er dennoch als US-Bürger, weil beide seiner Eltern welche waren. Der Vater nahm eine Stelle bei der Warren Construction Company an, witzigerweise in Vancouver, Washington. Doug, wie ihn seine Freunde nannten, besuchte die Cle Elum High School.

Während seiner Schulzeit interessierte sich Doug sehr für Musik. Er spielte in einer Band und im Schulorchester. Sein Vater, James Munro, war Captain der Coast Guard Reserve und aktiv in der American Legion, einer us-amerikanischen Veteranenorganisation. Die American Legion hatte ein Trommler und Trompeter Corps, die „Sons of the American Legion“, welches aus Jungs im Alter zwischen 5 und 15 bestand. So begab es sich das der junge Doug die Führung dieses Spielmannszuges übernahm. Er war sehr beliebt bei den Jungs und galt, neben seinen musikalischen Fähigkeiten, als freundlich und hilfsbereit.

Doug machte seinen Schulabschluß im Juni 1937. Er schrieb sich ein am Central Washington College of Education in Ellensburg, weil dieses nur 30 Meilen von seinem Heimatort entfernt war und er so die Gelegenheit hatte seine Jungs vom Spielmannszug weiter führen zu können. Diese Aufgabe schien dem jungen Doug am Herzen zu liegen, wo doch die meisten us-amerikanischen Jungs alle möglichen Kriterien an die Auswahl des geeigneten Colleges anlegen, aber mit Sicherheit nicht die Nähe zum Elternhaus.

Bild: USCG.mil


In der U.S. Coast Guard

Für seine 20 Jahre war Doug im Jahre 1939 ein recht schmächtiger Bursche, mit einer Größe von etwa 1,77 m und gerade einmal 62 kg Gewicht. Er wollte gern zur Coast Guard, weil man dort „Leben retten“ könne, wie seine Schwester später sagte. Also futterte sich Doug noch ein paar Pfunde an, um das nötige Gewicht für die Coast Guard zu bekommen. Er schaffte alle Tests und begann seinen Dienst in Port Angeles. Nach der Grundausbildung meldete sich Doug auf den U.S. Coast Guard Cutter (USCGC) Spencer, wo er bis 1941 seinen Dienst tat. Nach den offiziellen Aufzeichnungen der U.S. Coast Guard führte sich Doug Munro ausgezeichnet und wurde recht schnell befördert bis zum Signal Man First Class.
Auf Anordnung von President Roosevelt wurden im Juni 1941 Angehörige der U.S. Navy und der U.S. Coast Guard zusammengelegt, um Transportschiffe der Navy zu bemannen. So begab es sich, daß Doug seinen Dienst Begann auf der USS Hunter Ligget, einem Truppentransporter der Harris-class, mit 52 Offizieren und 673 Mann Besatzung, sowie 35 sogenannten Higgins boats (LCPs) und 2 gepanzerten Landungsbooten (LCTs). 

Bild: USCG.mil
 

Im Pazifik

Die US-Streitkräfte starteten ihre ersten Angriffsoperationen im Pazifik im Mai des Jahres 1942, mit ersten Erfolgen bei den Schlachten im Korallenmeer und Midway. Die Japaner stießen vor zu den Solomoninseln, welche 2 parallele Inselgruppen südwestlich etwa 600 Meilen von Neu Guinea entfernt formen. Die Inseln Tulagi und Guadalcanal, jeweils am Ende der Inselkette, sollten den Ausgangspunkt des us-amerikanischen Angriffs auf die Japaner dort werden. Die Insel Guadalcanal war strategisch wichtig, weil die japanischen Streitkräfte dort einen Luftstützpunkt errichten wollten, der ihnen die Kontrolle der Süd-Solomonen ermöglicht hätte. Die japanischen Langstreckenbomber wären von hier aus in der Lage gewesen, den Seeweg zwischen den USA und Australien, also die Nachschubwege, anzugreifen. Dies führte zur Operation mit dem Codenamen Watchtower. Von den Truppentransportschiffen der Navy, die an dieser Operation teilnahmen, hatten 18 Personal der Coast Guard an Bord. Diese Leute hatten die wichtige Aufgabe, die amphibischen Landungsboote zu führen. Viele der Angehörigen der Coast Guard waren ausgebildet in Lebensrettungseinsätzen, wodurch sie mit zu den am besten qualifizierten Führern kleiner Boote zählten. Einer dieser Leute war Doug.

Bild: USCG.mil
Während der Vorbereitungen der Invasion von Guadalcanal, wechselte Doug Munro öfter von Schiff zu Schiff, wo immer seine Dienste benötigt wurden. Gegen Ende Juli 1942 trafen sich die Schiffe der Angriffsgruppe auf Hoher See und am 7. August setzte man Kurs auf Guadalcanal, unter Führung der USS Hunter Ligget. Das Schiff wurde zur Kommandozentrale, während die Marines begannen, die Küstenabschnitte zu sichern. Zur Zeit der Invasion diente Doug Munro unter Rear Admiral Richmond K. Turner an Borad der USS McCawley. Er war dabei, als bei der Landung auf Tulagi, tagelang andauernde schwere Kämpfe stattfanden. Am 20. September meldete sich Doug freiwillig zu einer Rettungsaktion, als ein Navy Flugzeug auf Savo notlanden mußte. Er und ein paar andere Männer machten sich mit einem Rettungsboot auf die Suche nach dem Piloten und seinem Kanonier. Die beiden Vermissten wurden von einem Patrouillenflieger aufgenommen, wovon die Retter allerdings nichts mitbekommen hatten, weil Funkstille befohlen war. Die Rettungscrew um Doug Munro war bei dieser Aktion allerdings heftigem feindlichen Feuer ausgesetzt. Als sie ihr Boot etwa 300 Yards vor dem Festland manövrierten, setzte schweres MG-Feuer ein. Mit einem Zick-Zack-Kurs brachte Doug seine Crew wieder zurück, mit nur minimalen Schäden. 

Bild: USCG.mil

 
Die Rettung

Nach einigen Wochen wurden die Marines auf Guadalcanal zurückgeschlagen und mußten sich auf ihre Verteidigungslinie zurückziehen. Man plante einen Vorstoß Richtung Westen, entlang des Flusses Matanikau, um kleinere japanische Einheiten davon abzuhalten sich zu einem Angriff auf die us-amerikanischen Einheiten zusammenzuschließen. Für einige Tage versuchten sie, unter heftigem Widerstand, den Fluß zu überqueren. Am Sonntag, dem 27. September, sollten 3 Kompanien des ersten Bataillons der 7th Marines, unter Lt. Col. „Chesty“ Puller, westlich des Matanikau anlanden, um eine Basis zu errichten. Doug Munro übernahm die Leitung über die Landungsboote und 2 gepanzerte Landungsboote, welche die Marines von Lunga Point zu einer schmalen Bucht westlich von Point Cruz bringen sollte.

Bild: USCG.mil
 

Mit Unterstützung durch den Zerstörer USS Monssen, welcher ein Sperrfeuer mit seinen 5-Inch Kanonen eröffnete, stürmten die Marines landeinwärts. An einer Hügelkette, mehrere hundert Yards von der Küste entfernt, reorganisierten sich die Marines. Als sie auf eine feindliche Übermacht trafen, mussten sich die Marines zurückziehen. In der Zwischenzeit bezog Doug mit seinen Booten seinen Postenpunkt bei Lunga Point, wo relativ bald die Nachricht eintraf, daß die Marines in Schwierigkeiten stecken. Die Marines hatten kein funktionstüchtiges Funkgerät mehr. So waren sie gezwungen zu improvisieren, also formten sie mit ihren Unterhemden das Wort „HELP“ an einer Hügelkette, was Second Lieutenant Dale Leslie bei einem Überflug erkannte. Als Lt. Col. Puller den entsprechenden Funkspruch hörte, reagierte er blitzschnell, da er erkannte, daß seine Männer isoliert waren und unter Feuer standen. Er forderte Unterstützung von der USS Monssen an. Doug Munro meldete sich freiwillig die Männer dort wieder herauszuholen.

Die Higgins-Landungsboote waren etwa 1000 m lange Boote, mit einer Sperrholzhülle und stumpfer Nase. Sie boten wenig Schutz, waren langsam, leicht zu treffen und schwer zu manövrieren, mit leichter Bewaffnung von gerade 2 Kaliber .30 Maschinengewehren. Als Doug die Boote zur Küste brachte, eröffneten die Japaner das Feuer von der Hügelkette aus, von der sich die Marines gerade zurückgezogen hatten und aus Positionen östlich des Strandes. Das intensive feindliche Feuer von starken ineinandergreifenden Positionen unterbrachen die Anlandung und verwundeten einige der nahezu wehrlosen Männer der Rettungscrew. Trotz dieser Schwierigkeiten, gelang es Doug die Boote zur Küste zu bekommen, in Gruppen von 2 bis 3 Booten nacheinander. Er und ein Mitglied seiner Crew sicherten die Aktion, indem er, von einer offenen Position in der Nähe, Feuerschutz gab. Als die Marines in die Landungsboote stiegen, stürmten die Japaner den Strand, was die Situation jede Sekunde gefährlicher machte. Doug Munro manövrierte gekonnt sein gepanzertes Boot so, daß er wie ein Schutzschild zwischen den angreifenden Japanern und den entkommenden Marines agierte. Die gesamte Landungsstreitmacht konnte mit 25 Verwundeten evakuiert werden.

Bild: USCG.mil
 
Tod und Nachwirkung

Als Doug Munro sein Boot von der Küste wegsteuerte, passierte er Point Cruz und sah eines der Landungsboote, vollbesetzt mit Marines, das auf Grund gelaufen war. Er brachte sein Boot in Stellung und wies ein anderes Landungsboot an, das auf Grund gelaufene Boot von der Sandbank zu ziehen. Etwa 20 Minuten später steuerten beide Landungsboote auf die offene See zu und Munro gab Feuerschutz. Ein Crewmitglied sah die Gefahr kommen, doch die Motorengeräusche erstickten alle Warnungen und so traf ein Geschoß aus einem japanischen MG Doug am Kopf. Außerhalb des Gefahrenbereiches erlangte Doug nur noch kurz das Bewußtsein und seine einzige Frage war:

„Haben wir sie alle herausbekommen?“

Dann starb er, nur 2 Wochen vor seinem 23. Geburtstag.

Der kommandierende Offizier, Lieutenant Commander D.H. Dexter, schrieb in seinem Brief an die Eltern unter anderem:

...Am Sonntag, dem 27, September, wurde eine Expedition ausgesendet, in ein Gebiet, in dem mit Schwierigkeiten gerechnet wurde. Douglas hatte die Führung über die Boote, welche die Männer dort hin brachten. Am späten Nachmittag entwickelte sich die Situation unplanmäßig und um die Teilnehmer der Expedition zu schützen, wurde es nötig die Boote zurückzuschicken, um die Männer zu evakuieren. Es wurde nach Freiwilligen gefragt, für diese gefährliche Mission. Gemäß den höchsten Traditionen der Coast Guard und denen, die Sie Ihrem Sohn mitgegeben haben, war er der erste, der sich freiwillig meldete. Die Rettungsaktion war so erfolgreich, wie es ging unter schwerem feindlichen Feuer. Wie es immer wieder passiert, bei solchen Aktionen, sind die letzten, die den Strand verlassen können, diejenigen, die unter dem größten Druck stehen, da sie den Abzug der anderen zu decken haben. Ihr Sohn wußte das und positionierte sich und sein Boot so, daß auch die letzten Männer gedeckt waren. Durch seine Aktionen und erfolgreichen Manöver konnten mehr Männer gerettet werden, als man erhoffen konnte. Er erhielt seine Verwundung in dem Moment, als die letzten Männer die Boote bestiegen, um dem Gefahrenbereich zu entkommen. Als er kurz sein Bewußtsein wiedererlangte, war seine einzige Frage „Haben wir alle herausbekommen?“ und er starb mit einem Lächeln auf seinem Gesicht, im vollen Bewußtsein, daß er eine gefährliche Mission erfolgreich zu Ende gebracht hatte. In den anderthalb Jahren, in denen ich Douglas kannte, wuchs meine Wertschätzung für ihn und, durch ihn, für Sie. Er war ein Beispiel für die amerikanische Männlichkeit, die gebraucht wird, um diesen Krieg zu gewinnen. Ich möchte Ihnen hier versprechen, daß, wann immer ich das Privileg habe, in der Nähe von Cle Elum zu sein, ich auf Sie zukomme, um Ihnen die Ehre zu erweisen, als Eltern von Douglas. ...

Am 27. Oktober 1942 erhielten die Eltern von Douglas Munro einen offiziellen Brief vom Department of the Navy, daß ihr Sohn für die „Medal of Honor“ - die höchste Auszeichnung der us-amerikanischen Reegierung vorgeschlagen wurde. Diese Auszeichnung wird verliehen vom Präsidenten der Vereinigten Staaten, im Namen des Kongresses, an Angehörige der Streitkräfte, die sich ausgezeichnet haben durch:

...auffallende Tapferkeit und Furchtlosigkeit bei Lebensgefahr, weit über die Pflichterfüllung hinaus, im Gefecht gegen einen Feind der Vereinigen Staaten...

Am 27. Mai 1943 empfingen die Eltern die Medal of Honor von President Roosevelt, im Rahmen einer Zeremonie im Weißen Haus.

 
Bilder: USCG.mil
 
Die sterblichen Überreste von Douglas Munro wurden zunächst auf Guadalcanal bestattet. Nach dem Krieg wurden sie in die Vereinigten Staaten überführt und mit allen militärischen Ehren auf dem Laurel Hill Memorial Gardens Friedhof in Cle Elum beigesetzt. Das Grab ziert ein Denkmal und ein Flaggenmast. Am Denkmal ist eine gravierte Bronzeplatte angebracht, mit der Geschichte von Douglas Munro.


 
Als im Herbst 1942 die Frauenreserve der Coast Guard gegründet wurde, war die Mutter von Douglas Munro, Edith Munro, eine der ersten Freiwilligen. Sie leistete Dienst, als Offizier in der Coast Guard Reserve, bis sie in den Ruhestand versetzt wurde.

Bild: USCG.mil
 
Am 27. September 1999, 57 Jahre nach Douglas Munros Tod, fand eine Zeremonie an seinem Grab statt, bei der ein neuer Flaggenmast am Munro-Denkmal eingeweiht wurde und ein Veteranendenkmal nahe des Grabes enthüllt wurde, von Gov. Gary Locke. Das Veteranendenkmal besteht aus einer Wand, welche alle Namen auflistet von über 700 Veteranen der Streitkräfte aus der Gegend. Der neue Flaggenmast zeigt eine US-Flagge, die Flagge der Coast Guard und die Flagge für Vermisste und Gefangene der Streitkräfte.

Nach Douglas Munro sind weiterhin ein Navy Zerstörer und ein U.S. Coast Guard Cutter benannt.

Zweifelsohne ist Douglas Munro eingegangen in die Geschichtsschreibung der Vereinigen Staaten von Amerika. Seine Tat wird gelehrt an Schulen und soll jungen Menschen als Beispiel dienen. Sie steht auch als Beispiel für den Opfermut, zu dem junge Menschen bereit sind, um einem höheren Zweck zu dienen, auch unter Gefahr für das höchste Gut - das eigene Leben. Somit sollte dieses Beispiel auch den Entscheidungsträgern dienen, damit sie ihre eigene Verantwortung reflektieren können, um einzuschätzen, ob ihre Entscheidungen dieses Opfer auch wirklich wert sind.






Quellen



Griffith, S. B.: Battle for Guadalcanal, Illinois 1963.


NavSource Naval History.


Quann, C. J.: Douglas A. Munro, United States Coast Guard – A World War II Hero from Cle Elum in Columbia – The Magazine of Northwest History, Fall 2000; Vol. 14 No. 3.


Shaw, H.I.,Jr: First Offensive – The Marine Campaign for Guadalcanal, Washington 1992.


United States Census 1930.


United States Department of the Army: Code of Federal Regulations – Sect. 578.4 Medal of Honor, 2002.


United States Coast Guard, 2009 „SM1c Douglas A. Munro, USCG“ 


Williams, G.: Guardian of Guadalcanal – The World War II Story of Douglas A. Munro, USCG, West Chester, OH 2014.


 Zuerst veröffentlicht am 16. Februar 2015 auf Historienblog

Samstag, 24. Januar 2015

Der Henker im Generalsrang

Die Tätigkeit eines Henkers war in der Zeit Stalins eine Akkordtätigkeit. Einer derjenigen, welcher die meisten Vollstreckungen eigenhändig ausgeführt hatte war Wassili Michailowitsch Blochin. In einer Nacht soll er 200 bis 350 Leute eigenhändig per Kopfschuß erschossen haben. Ein einfacher Hirtenjunge aus einem kleinen Dorf der auszog und Rekordhenker wurde. Im Generalsrang soll er noch am Tag nach Stalins Tod seine letzten eigenhändigen Exekutionen vorgenommen haben, bevor man ihn in den Ruhestand versetzte. Wer war dieser Mann aus dem Örtchen Gawrilowskoje?




 

„Am Ende waren wir immer voller Blut, wir wischten uns die Hände an den eigenen Haaren ab … Unsere Arbeit war kein Zuckerschlecken, wenn einer nicht gleich tot war, fiel er um und quiekte wie ein Schwein, spuckte Blut, Gebrüll und Fluchen auf beiden Seiten. Essen durfte man vorher nicht. Am Ende der Schicht brachte man uns zwei Eimer – einen voll mit Wodka und einen voll mit Kölnischwasser. Mit dem Kölnischwasser wuschen wir den ganzen Oberkörper. Blut hat einen intensiven Geruch. Ich hatte einen Schäferhund, der ging mir immer aus dem Weg, wenn ich von der Arbeit kam.“ - Bericht eines Henkers
(J. Baberowski, Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt, München (C.H. Beck) 2012, ISBN 978-3-406-63254-9.)


Vom Hirtenjungen zum Tschekisten

Als Sohn einfacher Bauern wurde Wassili Maichailowitsch Blochin am 7. Januar 1895 in Gawrilowskoje in einfachen Verhältnissen geboren. Ab seinem 10. Lebensjahr arbeite er als Hirtenjunge in der Gemeinde Turow und ab dem 15. Lebensjahr als Maurer für einen Bauunternehmer in Moskau. Im Jahre 1915 wurde er geworben für das 82. Reserve-Infanterieregiment und wurde dort zum Unteroffizier befördert. Am 2. Juni 1917 wurde Blochin, mittlerweile Feldwebel im 218. Infanterieregiment, an der deutschen Front verwundet und befand sich bis Dezember 1917 im Lazarett in Polozk. Bis Oktober 1918 blieb er in seinem Heimatdorf und trat dann in die Rote Armee ein. Im April des Jahres 1921 wurde er Mitglied der kommunistischen Partei. Am 25. Mai 1921 wurde Blochin in das 62. Btaillon der Tscheka, der späteren Staatssicherheit, versetzt. 
  
Karriere als Chefhenker

Nun machte Blochin Karriere als Tschekist. Ab November 1921 war er Angehöriger einer Spezialeinheit der Tscheka, wo er ab Mai 1922 Zugführer wurde. Am 16. Juli 1924 wurde er stellvertretender Kommandeur der 61. Division für besondere Aufgaben der OGPU. Die OGPU ging aus der Tscheka hervor und bildete nun die Staatssicherheit der 1922 gegründeten Sowjetunion. (Diese Organisation wurde öfter umbenannt und umstrukturiert, bis sie schließlich die Form des allseits bekannten KGB annahm.) Am 22. August 1924 wurde Blochin zum Sonderkommisssar des OGPU ernannt und zu seinen Aufgaben gehörten Hinrichtungen. Tatsächlich fand sich ab 1925 regelmäßig Blochins Unterschrift unter den Hinrichtungsprotokollen. Nebenbei absolvierte Blochin ein Fernstudium im Bauingenieurwesen am Institut für Weiterbildung von Facharbeitern. 

In seiner Funktion als sozusagen 'Chefhenker' hatte Blochin die offizielle Funktion eines Kommandeurs des internen Gefängnisses in der Ljubljanka, dem Hauptsitz der Staatssicherheit. Diese offizielle Funktion ermöglichte es ihm, seine Arbeit mit einem Höchstmaß an Diskretion durchführen zu können. Auch wenn die meisten der Hinrichtungen in der Stalinzeit von lokalen Mitgliedern der Staatssicherheit ausgeführt wurden, lag die Fachaufsicht meistens bei den zentralen Dienststellen. Neben der operativen Fachaufsicht betätigte sich Blochin auch selbst als Henker, vor allem, wenn es um ehemals hochgestellte Personen ging. So führte er persönlich die Hinrichtungen durch bei den Verurteilten aus den Moskauer Schauprozessen und seinen eigenen ehemaligen Vorgesetzten Jagoda und Jeschow. Als der neue Geheimdienstchef Berija ihn loswerden wollte, wäre Blochin fast selber exekutiert worden, doch Stalin höchstpersönlich strich ihn von der Liste.
  
Der Mann mit der Lederschürze

Der Chef des NKWD in der Oblast Kalinin (heute Twer), Dmitri Tokarjew, berichtete: “Auf unserem Weg ... erblickte ich den ganzen Schrecken… Blochin hatte seine Spezialkleidung dafür: eine braune Lederkappe, eine lange braune Lederschürze, braune Lederhandschuhe mit Stulpen, die bis über die Ellbogen reichten. Das machte auf mich einen gewaltigen Eindruck. Ich hatte einen Henker vor mir!” Unter Blochins Aufsicht wurden in Kalinin im Frühjar 1940 über 7000 polnische Kriegsgefangene exekutiert. Diese Exekutionen waren Teil des Massakers von Katyn.
Die Gefangenen wurden dazu in einen rot gestrichenen Vorraum geführt, angeblich zur Feststellung der Identität, bevor sie ergriffen und gefesselt in den Exekutionsraum geschafft wurden. Dieser Raum war schalldicht präpariert und mit einem Ablauf für das Blut ausgestattet. Dort wurden die Gefangenen von Blochin in Empfang genommen. Dieser erwartete in oben erwähntem Aufzug, also Lederschürze, Mütze, Handschuhe und Gummistiefel, hinter der Tür die Gefangenen, welche dann mit einem Schuss in den Schädel, ohne weitere Formalitäten, exekutiert wurden. Dazu verwendete er Pistolen des Herstellers ''Walther'', wie sie in deutschen Polizei- und Geheimdienstkreisen verwendet wurden. Davon hatte er mehrere in einer Aktentasche dabei. Er bevorzugte dieses Fabrikat, weil es beim intensiven Gebrauch zuverlässig war und außerdem den Vorteil bot, dass bei einer späteren Entdeckung der Leichen, es einfacher war die Hinrichtungen den Deutschen anzulasten. Etwa 30 Mitarbeiter des NKWD waren an der Operation beteiligt. Die Exekutionen wurden meist nachts durchgeführt. Auch wenn er teilweise abgelöst wurde, zog es Blochin vor den größten Teil der Exekutionen eigenhändig auszuführen.

Tod und Nachruhm eines Henkers
 
Nach Stalins Tod wurde der Mann für die ''schwarze Arbeit'', wie es Stalin auszudrücken pflegte, in der Form nicht mehr gebraucht. Der Chef der Staatssicherheit Berija, noch höchstpersönlich, versetzte Blochin, unter Anerkennung seiner ''hervorragenden Dienstauffassung'', in den Ruhestand, bevor auch er hinwegentstalinisiert wurde.

Im Zuge der Chruschtschow Ära wurden Blochin seine Auszeichnungen, sein Rang und die Rente aberkannt. Er soll daraufhin in schwere psychische Erkrankung versunken sein, sich dem Alkoholismus hingegeben haben, um schließlich durch Suizid, einem Henker seines Ranges durchaus würdig, aus dem irdischen Dasein zu scheiden. Andere Quellen berichten davon, dass er selbst seinen Henker getroffen haben soll und durch dessen Kugel seines Atems beraubt wurde. Beides sowohl standesgemäß, als auch nur zu folgerichtig, zum Beschließen eines solchen Lebens. Doch meist gilt ja: Je banaler, desto wahrscheinlicher. Wieder andere sagen nämlich aus, dass er ganz banal an den Folgen eines Herzinfarktes verstorben sein soll, am 3. Februar 1955. 

In den 70er Jahren bekam er allerdings alle seine Orden und Ehrungen, inklusive des Generalsranges, posthum wieder zuerkannt. Außerdem steht er im Guinessbuch der Rekorde des Jahres 2010, als der ''produktivste Henker''.

Sein Grab ist ein Gemeinschaftsgrab, mit seiner Frau, die ihn um 12 Jahre überlebte. Dort steht ein Grabstein mit seinem Portrait, in vollem Prunk als General. Und es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass dieses Grabmal nur einen Steinwurf von dem berüchtigten Massengrab entfernt ist, in welches man anonym die Asche vieler Hingerichteter streute.

Zuerst veröffentlicht am 4. September 2014 auf Historienblog

Kamikaze - Mach's gut kleiner Welpe, liebes Leben...

Kamikaze – Für die einen ein Symbol der Sinnlosigkeit des Krieges, für manche Symbol der Verzweiflung angesichts der Niederlage und für nicht wenige Symbol für den absoluten Opfermut im Angesicht des Todes. Ein Bild ging um die Welt, welches sehr junge Piloten zeigt, die ihr Leben, einen Tag nachdem dieses Foto aufgenommen wurde, opferten – Hingabe bis zum Tod für Kaiser und Heimat. Wer war der Junge, der den kleinen Welpen hält?






Ein Foto, das 5 lächelnde junge Piloten mit einem kleinen Hundewelpen zeigt, wurde zur berühmesten Darstellung japanischer Kamikazeflieger des 2. Weltkrieges. Die jungen Piloten auf dem Bild waren Teil der 72. Shinbu-Staffel (Spezialangriffseinheit) der kaiserlich japanischen Armee, welche, am 27. Mai 1945, einen Angriff auf die US-Marine bei Okinawa flog. Der junge Pilot in der Mitte, der den kleinen Welpen hält, hieß Yukio ''Yuki'' Araki und war 17 Jahre und 2 Monate alt als er, einen Tag nachdem dieses Foto aufgenommen wurde, bei einem Kamikazeangriff sein Leben opferte.

Yuki wuchs auf in der kleinen Stadt Kiryu in der Präfektur Gunma. Als Kind liebte er Modellflugzeuge und gewann den ersten Preis in einem Wettbewerb, in dem er ein Modellflugzeug für die längste Zeit in der Luft hielt. Er meldete sich mit 15 Jahren freiwillig zu einem Trainingsprogramm der Armee, in welchem Jugendliche zu Piloten ausgebildet wurden. Im Sptember 1943 rückte Yuki zur 6 monatigen Grundausbildung im Tachiarai-Luftwaffenstützpunkt der kaiserlich japanischen Armee ein. Bei seinem Abschluss erhielt Yuki die höchste Auszeichnung für seine herausragenden Leistungen. Dannach wurde er versetzt in die Nähe des Stützpunktes Metabaru, für weiteres Flugtraining, und dann im Mai 1944 nach Pjöngjang (Korea) zum Training auf Mitsubishi Ki-51 Erdkampfflugzeugen.

Etwa Februar 1945 meldeten sich die Flieger von Yukis Einheit, der 23. Rensai Staffel in Pjöngjang, geschlossen freiwillig für Kamikazeeinsätze. Im März verlegte die Einheit zum Kakamigahara Luftwaffenstützpunkt, um ihre Maschinen für Kamikazeeinsätze umzurüsten. Dort wurde die Einheit dann in 72. Shinbu-Staffel umbenannt und Yuki nahm am 5. April die Gelegenheit zu einem letzten Besuch bei seiner Familie wahr. Obwohl die näheren militärischen Einzelheiten geheimgehalten wurden, ahnte Yukis älterer Bruder und wahrscheinlich auch seine Eltern, dass dieser Besuch wohl der letzte war. Er übergab seinen Eltern drei Briefe, die im Falle seines Todes geöffnet werden sollten, einen für seine Eltern, einen an seinen älteren Bruder und einen an seine 3 jüngeren Brüder. Nachdem Yuki zurückgekehrt war zu seiner Einheit, kam sein älterer Bruder allein zum Luftwaffenstützpunkt, um ihn ein letztes mal zu sehen.

Nach der Umrüstung der Ki-51 Flugzeuge kehrten die 12 jungen Männer der Staffel zurück nach Korea, um weitere Befehle abzuwarten. Am 21. April 1945 erhielten sie, wahrscheinlich aufgrund verworrener Umstände in der militärischen Führung, den Befehl nach Nanking in China zu verlegen. Wegen eines US-Anriffes, im Zuge dieser Verlegung, verlor ein Pilot sein Leben und ein weiterer wurde verletzt. Am 5. Mai erhielten sie den Befehl nach Metabaru, wo Yuki bereits zu Trainigszwecken stationiert war, zu verlegen. Nachdem die Maschinen in Pjöngjang gewartet wurden, erreichte die Staffel mit 10 Leuten am 17. Mai Metabaru und wartete auf weitere Befehle.

Am 25. Mai verlegte die 72. Shinbu-Staffel zum geheimen Bansei Luftwaffenstützpunkt, an der südlichen Spitze von Kyushu. Am 26. Mai machte ein Fotograf der Asahi Shimbun, einer großen japanischen Zeitung, das berühmte Foto von Yuki mit dem kleinen Hundewelpen und 4 seiner Staffelkameraden. In den frühen Morgenstunden des 27. Mai schrieb Yuki seinen letzten Brief an seine Familie, dannach startete die Staffel, wobei eine der Maschinen zurückkehren musste, wegen eines Motorschadens. Von den 9 Angehörigen der 72. Shinbu-Staffel, die Kurs auf Okinawa nahmen, waren 6 unter 20 Jahre alt.

Hier Yukis letzter Brief, vom 27. Mai 1945, an seine Familie:

Ich schreibe meinen letzten Brief und hoffe es geht Euch gut soweit.

Heute gehe ich auf eine glorreiche Mission und ich werde bestimmt großen Erfolg in der Schlacht haben. Ich warte auf den Tag, an dem wir uns wiedersehen in Kudankita, wenn die Kirschblüten blühen.

Bitte paßt auf Euch auf. Übermittelt bitte meine Grüße an meine jüngeren Brüder und an alle in der Nachbarschaft.

Sayonara

Kundankita ist ein Bezirk in Tokyo, in dessen Mitte der Yasukunischrein ist, welcher gewidmet ist denen, die ihr Leben opferten im Dienst für das Japanische Kaiserreich.

Hier der Inhalt einer Bleistiftnotiz an seine Eltern:

Lieber Vater, liebeMutter,

ich hoffe Euch Allen geht es gut.

Ich breche am 27. auf, an den Ort der entscheidenden Schlacht. Hiermit übersende ich ein paar Strähnen meiner Haare, abgeschnitten in der Nacht vor meinem Feindflug, sowie das Abzeichen der 72. Shinbun-Staffel, von meinem Fliegeranzug, den ich bis zum Ende tragen werde.

Bitte paßt auf Euch auf und bitte entschuldigt diese hastig geschriebene Notiz.

Yukio



Die 3 Briefe, die Yuki, bei seinem letzten Besuch am 5. April, bei seiner Familie ließ, sollten geöffnet werden im Falle seines Todes.

Hier der Brief an seine Eltern:

Lieber Vater, liebe Mutter,

ich hoffe Euch und meinen Brüdern geht es gut soweit.

Es wurde entschieden, dass ich als Teil der Tokkotai (Sepezialangriffstruppe) teilnehme an der Schlacht um Okinawa. Das hat mich tief bewegt und mein einziger Wunsch ist es, ein feindliches Schiff mit einem einzigen Schlag zu versenken.

Wenn ich zurückblicke, möchte ich mich entschuldigen dafür, dass ich nicht in irgendeiner Weise für Euch dagewesen bin in den letzten etwa 10 Jahren.

Durch die Lehren von verschiedenen Vorgesetzten seit meinem Eintritt in die Armee, widme ich nun mich selbst meinem Land, als Mitglied der Tokkotai. Bitte findet gefallen an Eurem Wunsch, für meine Loyalität gegenüber dem Kaiser sowie der Hingabe an die Eltern.

Ich fühle kein Bedauern und folge geradewegs meinem Pfad.

Ich bitte Euch meine drei jüngeren Brüder zu erziehen, dass sie unserem Land dienen können als edle Flieger. Meine aufrichtige Hoffnung ist auch, dass Ihr gut auf Euch acht gebt und Euer Bestes gebt an der Heimatfront.

Bitte übermittelt meine Grüße an alle Verwandten und die Nachbarn.

Sayonara,
Yukio Araki
72. Shinbu-Staffel

Diesen Brief richtete Yuki an seinen älteren Bruder Seiichi:

Lieber Bruder,

ich danke Dir für die lange Zeit, in der Du auf mich Acht gegeben hast. Ich gehe in den Tod ohne Reue und werde einen ernsthaften Treffer machen.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich bis heute nicht die Gelegenheit hatte mich für Deine Güte zu revanchieren. Bitte sei erfreut, dass diese Versetzung an die Front mein Dank an Dich ist.

Heute, wo die Lage im Krieg immer ernster und ernster wird, ist es mir wichtig meinen jungen Körper in den Feind zu stürzen. Dieses Jahr trittst Du auch in das Militär ein und ich erwarte aufrichtig, dass Du Dich anstrengst mit harter Arbeit und hingebungsvollem Dienst im Militär.

Ich möchte Dich und unsere Eltern um etwas bitten. Achtet bitte auf die Ausbildung meiner drei jüngeren Brüderund das sie mir in der Zukunft als gute japanische Männer nachfolgen werden.

Auf das wir uns wiedersehen unter den Blüten von Kudankita.

Yukio

Den folgenden Brief schrieb Yuki an seine jüngeren Brüder:

Liebe Brüder, Yasuyoshi, Yoshio und Kunikatsu,

lernt sehr gut und esst reichlich. Zaudert nicht mit Lebensmittelrationen. Ihr werdet nicht wachsen, wenn ihr nicht esst. Tut bitte, was die Eltern Euch sagen, und werdet gute japanische Männer.

Gebt Euch nicht damit zufrieden wenig zu erreichen im Leben. Seid nicht stolz mit kleinen Erfolgen, tut Euer Bestes in Allem. Erinnert Euch an Toyotomi Hideyoshi. Schon seit langen Zeiten sind Fehler die Grundlage jeden Erfolges.

Euer älterer Bruder

Toyotomi Hideyoshi war japanischer Heerführer und Begründer der Tokugawadynaste der Shogune. Er stammte aus einfachen Verhältnissen. Im 16. Jahrhundert startete er einen erfolglosen Versuch der Eroberung von Korea und China.

(Übersetzung der Briefe aus dem Japanischen von Bill Gordon, 2005)
  
Quellen:

  
Yuki Died at 17 in a Kamikaze Attack (Yuki-wa Junanasai Tokko-de Shinda) Nonfiction (Poplar Publishing, 2004)

(May 8, 2005). Originally published in The Concord Review 7 (Fall 1996):175-209.

Naemura, Hichiro. 1993. Rikugun saigo no tokkou kichi: Bansei tokkoutaiin no isho to isatsu (Army's last special attack base: Last letters and photographs of Bansei special attack corps members). Osaka: Toho Shuppan.

Zuerst veröffentlicht am 17. August 2014 auf Historienblog